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Bauchfett: Warum der Taillenumfang mehr verrät als die Waage

Gewichtsberatung

Nicht jedes Fett ist gleich

Zwei Menschen können gleich viel wiegen und dennoch ein ganz unterschiedliches Gesundheitsrisiko haben. Entscheidend ist, wo sich das Fett im Körper befindet.

Der Body-Mass-Index, kurz BMI, setzt Körpergewicht und Größe ins Verhältnis. Er ist ein einfacher erster Anhaltspunkt, sagt aber nichts darüber aus, wie das Gewicht verteilt ist. Muskeln und Fett werden dabei nicht unterschieden.

Besonders aussagekräftig ist das Fett im Bauchraum, das sogenannte viszerale Fett. Es lagert sich rund um die inneren Organe an und ist stoffwechselaktiv: Es gibt Botenstoffe ab, die Entzündungsprozesse fördern und den Zucker- und Fettstoffwechsel beeinflussen können.

Avocado mit Maßband als Symbol für Ernährung und Gewicht

Gesundheitsrisiken

Wofür viel Bauchfett das Risiko erhöht

Typ-2-Diabetes

Bauchfett kann die Wirkung von Insulin verringern und so den Blutzucker ansteigen lassen.

Bluthochdruck

Ein erhöhter Taillenumfang geht häufig mit einem erhöhten Blutdruck einher.

Fettstoffwechsel

Ungünstige Blutfettwerte treten bei viel viszeralem Fett im Bauchraum deutlich häufiger auf.

Herz und Gefäße

Das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigt mit der Menge an Bauchfett.

Fettleber

Überschüssiges Fett kann sich auch in der Leber einlagern, oft ohne Beschwerden.

Entzündungsprozesse

Botenstoffe aus dem Bauchfett können stille Entzündungen im Körper fördern.

Selbst messen

So messen Sie Ihren Taillenumfang richtig

Stellen Sie sich aufrecht hin und atmen Sie normal aus. Legen Sie das Maßband in der Mitte zwischen dem unteren Rippenbogen und dem oberen Rand des Beckenknochens waagrecht um den Bauch. Das Maßband sollte eng anliegen, aber nicht einschneiden.

Als grobe Orientierung gilt: Bei Frauen ab etwa 80 Zentimetern und bei Männern ab etwa 94 Zentimetern steigt das Risiko, ab 88 bzw. 102 Zentimetern deutlich. Diese Werte ersetzen keine ärztliche Untersuchung, geben aber einen guten ersten Hinweis.

Die gute Nachricht

Bauchfett reagiert oft gut auf Veränderungen. Schon eine moderate Gewichtsabnahme, mehr Bewegung im Alltag, ausreichend Schlaf und weniger Stress können den Taillenumfang spürbar verringern.

Ärztlich begleitet

Mehr als ein Blick auf die Waage

In der Gewichtsberatung betrachten wir den ganzen Menschen. Dazu gehören neben Gewicht und Taillenumfang auch Laborwerte wie Blutzucker, Blutfette und Leberwerte, Ihr Blutdruck sowie Ihre Lebensgewohnheiten.

Auf dieser Grundlage entsteht ein Plan, der zu Ihrem Alltag passt und langfristig umsetzbar ist. Mehr dazu erfahren Sie unter Gewichtsberatung.

Ablauf

So begleiten wir Sie

01.

Bestandsaufnahme

Wir messen Gewicht, Taillenumfang und Blutdruck und sprechen über Ernährung, Bewegung und Alltag.

01.

02.

Laboranalyse

Gezielt ausgewählte Werte zeigen, ob sich bereits Auswirkungen auf den Stoffwechsel abzeichnen.

02.

03.

Individueller Plan

Gemeinsam legen wir realistische Ziele fest und begleiten Sie mit regelmäßigen Kontrollen.

03.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Kann ich gezielt am Bauch abnehmen?

Gezieltes Abnehmen an einer Körperstelle ist nicht möglich. Bauchfett reagiert aber oft gut auf eine allgemeine Gewichtsreduktion und mehr Bewegung.

Nein, er ist ein nützlicher erster Anhaltspunkt. Zusammen mit dem Taillenumfang ergibt sich jedoch ein deutlich genaueres Bild.

Eine große. Besonders zuckerreiche Getränke, stark verarbeitete Lebensmittel und Alkohol begünstigen die Einlagerung von Bauchfett.

Wenn Ihr Taillenumfang über den Richtwerten liegt oder Sie weitere Risikofaktoren haben, ist eine Abklärung sinnvoll.

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